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Neue Technik macht Werkstattarbeitsplätze zukunftssicher

Grafische Werkstätte der BruderhausDiakonie präsentierte einen Webshop sowie ein hochauflösendes Druckverfahren – Mundartautor Gerhard Raff beeindruckt.

Reutlingen (bd) — Die Grafische Werkstätte der BruderhausDiakonie, eine Druckerei, die für ihre hohe Druckqualität bekannt ist, hat technisch aufgerüstet. Bei einem Informations- und Begegnungstag stellte sie gleich zwei bahnbrechende Neuerungen vor: einen sogenannten Web-to-Print-Shop, über den Kunden ihre Druckaufträge jetzt online abwickeln können, sowie ein neues, hochauflösendes Druckverfahren. Die Grafische Werkstätte ist die erste Druckerei im süddeutschen Raum, die das Verfahren einsetzt. Bundesweit drucken erst zehn, meist größere Druckereien in dieser sogenannten HD-Rastertechnik. „Das ist nicht nur eine Weiterentwicklung, das ist fast schon eine Revolution in der Drucktechnik“, sagte Mediengestalter Tim Czerwinski von der Grafischen Werkstätte. Das Verfahren ermögliche eine „extreme Detailtreue und Schärfe“.

„Wir sagen nicht, wir sind die Besten, aber wir können im Moment das beste Ergebnis liefern“, so Horst König, Leiter der Grafischen Werkstätte. Die technischen Neuerungen, ließ König durchblicken, sind nicht nur kundenfreundlicher. Sie helfen auch, die Arbeitsplätze der rund 35 Menschen mit psychischer Erkrankung zu sichern, die in der Grafischen Werkstätte beschäftigt sind.

Diese soziale Aufgabe der Grafischen Werkstätte hat auch die Entwickler des Web-to-Print-Verfahrens, die Nürtinger Firma That’s it-Solutions, dazu bewogen, der Grafischen Werkstätte Software im Wert von über 20 000 Euro zu spenden. Das Konzept der Grafischen Werkstätte, Menschen mit Behinderung an anspruchsvollen Arbeitsplätzen zu beschäftigen, habe ihn überzeugt, erklärte That’s it-Solutions-Geschäftsführer Marcel Liedermann. Er präsentierte die Möglichkeiten Webshops der Grafischen Werkstätte im Detail. Vor allem für wiederkehrende Standard-Druckaufträge wie Flyer, Plakate oder Visitenkarten eigne sich das „gw-printer“ genannte System, aber auch Zeitschriften und Broschüren könnten darüber schnell und zuverlässig in Auftrag gegeben werden. „Die Bestellabläufe lassen sich individuell an die Bedürfnisse der Druckereikunden anpassen.“

Auch Gerhard Raff, der Stuttgarter Mundart-Bestseller-Autor und Kolumnist vieler Zeitungen, zeigte sich von den technischen Neuerungen in der Grafischen Werkstätte beeindruckt. Er lässt schon seit Jahren alle seine Bücher in der „Grafischen“ drucken. Aktuell laufen dort die Druckbogen einer fränkischen Übersetzung seines „Schwäbischen Moses“ durch die Maschinen.

Info: Der Webshop der Grafischen Werkstätte ist seit dem 10. Juli online und unter der Adresse www.grafische-werkstaette.de zu erreichen.

 

 

Foto: Gerhard Raff (rechts) nutzte den Infotag der Grafischen Werkstätte, um mit Tim Czerwinski einen Druckbogen für den ins Fränkische übersetzten „Schwäbischen Moses“ zu begutachten.

 

 

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